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Vom Crawling bis zum Jump

Welche fünf fundamentalen Bewegungsformen die Basis der menschlichen Fortbewegung ausmachen und warum sie sowohl für Kinder als auch für Erwachsene essentiell sind

Erst liegen sie, dann sitzen sie, anschließend stehen sie auf, stellen sich auf die Füße und plötzlich laufen sie los.

Das Heranwachsen eines Neugeborenen zu einem Kleinkind geht für die meisten Eltern schneller, als ihnen lieb ist. In den unterschiedlichen Phase der kindlichen Bewegungsentwicklung wird das Nerv- und Muskelzusammenspiel gestärkt, die Halte- und Stabilisationsfähigkeit der Muskeln gefördert, die Gehirnhälften miteinander vernetzt und das Gleichgewicht trainiert.


Jedes Kind, das anatomisch und physiologisch gesund aufwächst und seine Entdeckerlust dafür nutzt, seinen Körper auf die unterschiedlichste Weise zu benutzen, lernt in seiner motorischen Entwicklung die 5 fundamentalen Bewegungsformen lernen: Krabbeln, Springen/Hüpfen, Gehen, Stützen/Hängen und Drehen/Rotieren.


Diese kindlichen Bewegungen bilden das Fundament der Fortbewegung für ein Leben lang und bauen auf viele weitere Bewegungsformen auf.

Aber nicht nur für eine gesunde Entwicklung der Kinder sind diese Übungen essentiell, sondern sie sind auch für den Erwachsenen von großer Bedeutung, denn als natürliche, menschliche Bewegungsformen wirken sie der körperlichen Inaktivität im Alltag auf natürliche Weise entgegen.


Krabbeln

Auf allen Vieren zu krabbeln ist für den Körper eine koordinative Aufgabe. Ein Kleinkind bewegt sich diagonal voran, während Erwachsene den Passgang bevorzugen. Schulter, Arme und Beine stabilisieren den Körper und bewegen ihn fort. Das sogenannte “Crawling” kräftigt den Rumpf und die Aktivierung der tiefliegenden Muskelgruppen an Bauch und Rücken beugt Rückenschmerzen vor.


Springen/Hüpfen

Springen stimuliert das gesamte Bewegungssystem. Während die Beine für den nötigen Schub in die Höhe sorgen, gleicht der Oberkörper die Balance zwischen Beschleunigen und Abbremsen aus. Durch die kleinen Schläge, die durch das Hüpfen auf den Körper einwirken, werden Knochen, Sehnen, Knorpel und Bänder gekräftigt und die Bandscheiben der Wirbelsäule mit wichtiger Flüssigkeit versorgt.


Gehen

Körperliche Inaktivität durch lange Sitzzeiten ist unnatürlich für den menschlichen Körper. Durch die Unterforderung reagiert der Körper mit muskulären Abbauprozessen, Schmerzen und Unwohlsein. Dabei ist das Gehen eine fundamentale Bewegungsform, die die Basis für das Laufen und Sprinten bildet.




Stützen/Hängen

Aufstehen, Abstützen, Hangeln und Festhalten sind Basisfähigkeiten, die zum Stützen und Hängen gehören. Im Alltag sind diese kaum wegzudenken. Auch die Arbeit gegen die Schwerkraft, wie z.B. das Baumeln an einem Klettergerüst, gehört dazu. Für all diese Fähigkeiten wird das gesamte Bewegungssystem benötigt.



Drehen/Rotieren

Babys lernen, ihren Kopf und ihre Schultern zu drehen, bevor sie das Gehen anfangen, Kinder bringen beim Spielen durch einen abrupten Richtungswechsel ihren ganzen Körper zum Einsatz, und Erwachsene üben den Schulterblick, um zu sehen, ob ein Auto kommt. Viele Muskeln und Gelenke sind rotier- und drehbar und im Alltag und Sport einsetzbar für zielgerichtete Bewegungen.



Diese fünf Basisübungen sind gerade für Kinder auf einfache Weise im Alltag integrierbar durch Tierübungen, Spiele, Sportarten oder Fantasiereisen.

Auch für Erwachsene werden diese Bewegungsformen immer wichtiger, um zu garantieren, dass der Körper weiterhin fähig ist, sich unabhängig im Alltag zu bewegen.

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Autor: Svenja Kinder


Literatur:


Froböse, Prof. Dr. Ingo (2021). Fundamental Fitness - Mit natürlichen Bewegungen zu mehr Kraft, Flexibilität und Stabilität (1. Aufl.). riva

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