„Erst wenn Du aufgegessen hast, gibt’s was Süßes!“ - Warum Essen als Belohnung problematisch ist
- Nathalie Sippel
- 14. Feb. 2025
- 4 Min. Lesezeit

„Den Nachtisch gibt’s erst, wenn Du den Teller aufgegessen hast.“
„Wenn Du nachher brav bist, bekommst Du ein Eis.“
„Erst wenn Du das Gemüse aufgegessen hast, bekommst Du ein Stück Schokolade.“
Diese Sätze kennt sicherlich jeder aus seiner Kindheit oder hat sie unbewusst auch schon zu seinen eigenen Kindern gesagt. Süßigkeiten als Belohnung einzusetzen, erscheint erst einmal harmlos – und das funktioniert für eine gewisse Zeit wahrscheinlich ganz gut. Doch auf lange Sicht gesehen ist das kontraproduktiv für die kindliche Entwicklung. Süßes mit Belohnung und guter Leistung zu verbinden, wird zur Gewohnheit und Kinder lernen, dass Essen mit Emotionen verknüpft sind. Daraus kann sog. Emotionales Essen entstehen. Das bedeutet, dass Kinder lernen, Langeweile, Stress, aber auch Frust mit Essen kompensieren.
In diesem Blogartikel möchten wir Euch Alternativen aufzeigen und Belohnungssysteme vorstellen, die möglichst keine ungesunden Gewohnheiten fördern.
Darum werden Süßigkeiten als Belohnung eingesetzt
Süßigkeiten als Belohnung zu nutzen, ist eine Erziehungsmethode, die weit verbreitet ist und auch heute noch häufig genutzt wird. Viele Menschen sind damit aufgewachsen und geben das unbewusst an ihre Kinder weiter. Beim Kinderarzt oder Zahnarzt gibt es für die Kleinen oft Belohnungen nach der Behandlung in Form von Gummibärchen.
Somit kann erwünschtes Verhalten kurzfristig gefördert werden, denn der Zucker, der in Süßigkeiten enthalten ist, ist lecker und löst ein positives Gefühl aus. Ein Kind, welches sich weigert, sein Zimmer aufräumen, ist oft schneller davon überzeugt, wenn es am Ende eine Belohnung gibt [1].
Das Belohnungshormon Dopamin
Dopamin ist ein Neurotransmitter, der im Gehirn eine wichtige Rolle im Bereich Belohnung und Motivation spielt. Gerade bei Kindern kann die Verbindung zwischen Essen und Dopamin bedeutsam sein. Bekommen Kinder für ihr gutes Verhalten Süßigkeiten, verbindet das Gehirn das Essen automatisch mit Belohnung und positiven Gefühlen. Durch das wiederkehrende Erleben solcher Gefühle kann es passieren, dass sich Kinder ungesunde Essgewohnheiten aneignen, da sie ihre Gefühle mit Essen kompensieren und keine anderen Bewältigungsstrategien kennen. Kinder müssen lernen, ihre Gefühle auf gesunde Art und Weise zu regulieren, statt diese durch Essen zu unterdrücken [2].
Negative Folgen
Wenn Kinder häufig mit Süßigkeiten belohnt werden, entsteht Emotionales Essen. Dadurch kann die Erwartungshaltung entstehen, dass im Anschluss an etwas „Unangenehmes“, z. B. nach den Hausaufgaben, etwas Leckeres als Belohnung folgt.
Zuckerhaltige und fettige Lebensmittel werden als etwas „besonderes“ und „Gutes“ abgespeichert und eine Vorliebe für Zucker und Fett entwickelt. Somit ist es schwieriger, gesunde Ernährungsgewohnheiten zu etablieren. [4]
Im späteren Leben kann es dazu führen, dass Kinder bei Stress, Traurigkeit oder auch aus Langeweile automatisch zu ungesunden Snacks oder Süßigkeiten greifen, einfach weil sie es als Kinder so gelernt haben [3].

Emotionales Essen kann zum Teufelskreis werden, wenn negative Gefühle oder Emotionen ständig durch Süßes kompensiert werden. Denn das steigert das Risiko von Übergewicht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes Typ 2, Bluthochdruck oder Essstörungen.
Gesunde Alternativen zu Süßigkeiten als Belohnung
Es gibt sehr viele Möglichkeiten, Kinder zu belohnen und dabei auf Süßes zu verzichten. Diese Alternativen fördern nicht nur ein gesundes Essverhalten, sondern auch die Bindung zu Euch als Eltern und nebenbei entwickeln Eure Kinder positive Gewohnheiten. Ein Beispiel wäre eine gemeinsame Aktivität als Belohnung, denn Kinder freuen sich mehr über gemeinsame Erlebnisse als über materielle Dinge. Wie wäre es also mit einem Ausflug in den Park, einem Bastel- oder Spielnachmittag zu Hause oder einem Besuch auf dem Spielplatz?
Wertschätzung durch Lob und Anerkennung ist für Kinder sehr wichtig. Ihr als Eltern könnt Eure Kinder loben, wenn sie ordentlich Hausaufgaben gemacht oder ihr Zimmer selbstständig aufgeräumt haben, denn Lob ist oftmals motivierender, als materielle Dinge.
Eine weitere Möglichkeit sind kreative Belohnungen. Wie wäre es mit einem Stickerbuch und passenden Stickern für erledigte Aufgaben oder mit einem Stempel in einem Belohnungsheft für jede erreichte Aufgabe?
Eine weitere Idee wäre ein Puzzle oder ein Spiel, welches die Problemlösefähigkeit Eurer Kinder fördert.
Diese Art von Belohnungen fördern nicht nur ein gesundes Essverhalten, sondern auch das emotionale Wohlbefinden und die Entwicklung Eures Kindes auf verschiedene Art und Weise.

Fazit
Essen als Belohnung hat langfristig Auswirkungen auf die Gesundheit der Kinder. Sie sollten von klein auf lernen, ihre Gefühle nicht mit Essen zu kompensieren, sondern andere Arten von Bewältigungsstrategien kennen und anwenden zu lernen. Ihr als Eltern spielt hierbei eine große und wichtige Rolle, da Ihr die Vorbilder seid.
Süßigkeiten als Belohnung helfen nur kurzfristig, doch im späteren Leben können Kinder Schwierigkeiten haben, mit ihren Gefühlen umzugehen und Emotionales Essen, Übergewicht oder sogar eine Essstörung entwickeln. Kinder sollten nicht lernen, dass ungesundes Essen die Belohnung für ein gutes Verhalten oder eine gute Leistung ist. Gemeinsame Aktivitäten oder Lob sind hierbei die besseren Alternativen, da diese nicht nur das emotionale Wohlbefinden Eures Kindes stärken, sondern auch die gemeinsame Bindung zwischen Euch.
Alternative Belohnungssysteme sind wichtig für eine gesunde Entwicklung der Kinder.
[1] Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. (2024): „Lebensmittel sind keine Erziehungsmittel“.
[2] Heimat Krankenkasse. (2024): „Glückshormon Dopamin: Wie es wirkt und wie Sie es aktivieren können“. https://www.heimat-krankenkasse.de/ratgeber/gesundheit/glueckshormon-dopamin-wie-es-wirkt-und-wie-sie-es-aktivieren-koennen/
[3] Oberschwabenklinik. (2024): „Süßigkeiten sollten nicht als Belohnung oder Trost eingesetzt werden.“
[4] Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. (2024): „Lebensmittel sind keine Erziehungsmittel“.

.png)




This article provides a critical look at the psychological impact of using food—particularly sweets—as a reward or a condition for finishing a meal. It is enlightening to see the focus on how these "if-then" scenarios can inadvertently disrupt a child's natural hunger and satiety cues, potentially leading to an unhealthy relationship with food later in life. The emphasis on fostering a neutral and intuitive approach to eating highlights the importance of teaching children to listen to their bodies rather than viewing certain foods as prizes to be won. When I am taking a break from researching developmental psychology and nutritional education, I find that using world777 login is a great way to relax.
This post delivers an important message about eating habits and positive parenting in a very clear and relatable way. I appreciated how the article explains the long term effects of using food as a reward while encouraging healthier emotional connections with children. The writing style is supportive, informative, and easy for parents to understand without feeling judged. Topics like this deserve more attention because they can help families build better routines and communication at home. While checking online communities recently I noticed fairdeal game download being discussed often by people interested in entertainment and friendly experiences. Thank you for creating.
Dieser Beitrag über das Thema "Essen als Belohnung" ist so wichtig für Eltern. Es ist oft die einfachste Lösung, Süßigkeiten als Druckmittel zu nutzen, aber die langfristigen Auswirkungen auf die Beziehung eines Kindes zum Essen sind oft problematisch. Danke für die hilfreichen Alternativen! Wenn Kinder lernen, auf ihr Sättigungsgefühl zu hören, ist das ein Gewinn fürs Leben. In der Freizeit suchen auch Erwachsene oft nach Belohnungen und Spannung. Eine spannende Möglichkeit für Sportbegeisterte ist Lotusexchange 365, wo man sein Wissen über verschiedene Spiele testen kann. Ein wirklich lesenswerter Artikel für alle, die eine gesunde Erziehung fördern wollen!
Vielen Dank für diesen aufschlussreichen Artikel darüber, warum wir Essen nicht als Belohnung einsetzen sollten. Es ist so wichtig, Kindern eine gesunde Beziehung zu Mahlzeiten ohne Zwang zu vermitteln. Die psychologischen Auswirkungen von „erst aufessen, dann Nachtisch“ werden oft unterschätzt. In meiner Freizeit beschäftige ich mich gerne mit verschiedenen Online-Plattformen, um abzuschalten, und schaue oft nach einem sicheren Diamond Exchange Login India, um ein wenig Unterhaltung zu finden. Es ist jedoch essenziell, dass wir im Alltag, besonders bei der Erziehung, achtsam bleiben. Dieser Beitrag ist ein toller Reminder für alle Eltern da draußen!
This article highlights an important parenting concern about using food as a reward. It clearly explains how such habits may influence a child’s long-term relationship with eating and motivation. Research shows that external rewards can reduce intrinsic motivation and create unhealthy patterns over time . The blog presents practical insights for parents to build healthier habits without relying on treats as incentives. I found the perspective thoughtful and useful for modern parenting challenges. Interestingly, just like people search for quick access tools like laser book 247 login, parents also look for easy solutions, but sustainable methods are always more beneficial.